ISLANDREISE 2009

 

Schätze des Nordens Tour 

Abenteuer - Erholung - Sehnsucht - Naturgewalten - Faszination

Tag 1

Ankommen im Norden Islands

 

Nach unserer Ankunft in Akureyri, der heimlichen Hauptstadt des Nordens, ließen wir es ruhig angehen.

Unser erster Weg führte uns in den botanischen Garten, eine grüne Oase, die uns sofort überraschte.

Zwischen bunten Blumen, zarten Blüten und kräftigem Grün wurde uns bewusst, wie intensiv und lebendig die kurze isländische Sommerzeit genutzt wird.

Gleich daneben besuchten wir die markante Kirche von Akureyri, die über der Stadt thront und einen schönen Blick auf den Fjord freigibt. 

 

 

In einem kleinen, gemütlichen Café legten wir eine Pause ein und probierten uns durch isländische Kuchen – süß, hausgemacht und genau das Richtige nach der langen Anreise.

Anschließend schlenderten wir entspannt durch die Stadt, entdeckten Herzampeln, lustige Straßenschilder und liebevoll gepflegte Blumenbeete.

Akureyri wirkte auf uns freundlich, kreativ und angenehm überschaubar.

 

 

Am Ende des Tages erreichten wir schließlich unser eigentliches Ziel: den Hof Garður. Nachdem wir unsere gemütlichen Gästezimmer bezogen hatten, schauten wir uns noch kurz auf dem Hof um, begrüßten die Pferde und ihre neugierigen Fohlen und ließen den ersten Tag langsam ausklingen.

Die Müdigkeit der Reise holte uns schnell ein.

Dazu kam die ungewohnte Erfahrung, dass es auch nachts nicht richtig dunkel wurde – nur eine lange, helle Dämmerung.

Daran mussten wir uns erst gewöhnen, bevor wir schließlich todmüde einschliefen.

 

Tag 2

Götter, Geschichte und Lava zu Pferd

 

Unser erster Ausflug führte uns zum Goðafoss, dem berühmten Götterwasserfall.

Tosend stürzten die Wassermassen in die Tiefe, während wir der Sage lauschten, nach der hier um das Jahr 1000 die letzten heidnischen Götterbilder ins Wasser geworfen wurden, als Island das Christentum annahm.

Die Kombination aus Naturgewalt und Geschichte machte diesen Ort besonders eindrucksvoll. 

 

 

Danach besuchten wir die Museumshäuser von Grenjaðarstaður.

Die alten Torf- und Lehmhäuser ließen uns tief in das frühere Leben der Isländer eintauchen.

In jedem Raum gab es etwas zu entdecken, und wir konnten uns gut vorstellen, wie entbehrungsreich, aber auch gemeinschaftlich das Leben damals gewesen sein muss.

Auf dem Rückweg fielen uns die aus Lavastein errichteten Schafzäune auf – Orte, an denen sich einmal im Jahr alles um den traditionellen Schafabtrieb dreht.

 

 

Am Nachmittag wartete dann ein echtes Highlight: ein Ausritt durch die Lavafelder von Aðaldalur.

Wir ritten durch kleine Birkenwäldchen, über weichen Boden und vorbei an bizarren Lavaformationen, bis wir schließlich die Knútsborg, einen hohen, hohlen Lavafelsen mit einer durch Wasserdruck entstandenen Höhle, erreichten.

Die Landschaft war rau, still und wunderschön – Island zeigte sich von seiner magischen Seite.

 

Tag 3

Wale, Wasser und Nationalfeiertag in Húsavík

 

Heute ging es nach Húsavík, dem Zentrum der Walbeobachtung.

Zunächst besuchten wir das Walmuseum, wo wir viel über die verschiedenen Walarten in isländischen Gewässern erfuhren, über die Gefahren für diese Meeresgiganten und über die Geschichte des Walfangs.

Besonders eindrucksvoll waren die Skelette gestrandeter Wale.

Auch die Geschichte des Orcas Keiko aus Free Willy berührte uns – zu erfahren, dass er in Island geboren wurde, machte ihn uns noch vertrauter.

Da heute Nationalfeiertag war, erlebten wir einen fröhlichen Umzug in der Stadt und besuchten außerdem noch das Naturkundemuseum.

Ein Abstecher ins Pferdedorf zeigte uns, wo die Pferde der Stadtbewohner untergebracht sind. 

 

 

Dann ging es an Bord eines Schiffes zur dreistündigen Wal- und Delfinbeobachtungstour. Eingehüllt in schützende Overalls standen wir ganz vorne an Deck – dort, wo man zwar die besten Sichtungen hatte, aber auch am nassesten wurde.

 

 

Delfine zeigten sich nur aus der Ferne, doch dafür kamen uns Buckelwale und Minkwale ganz nah.

Mehrfach sprangen die Zwergwale aus dem Wasser, drehten sich in der Luft – ein atemberaubendes Schauspiel.

Nach drei Stunden bei starkem Seegang kamen wir klitschnass, durchgefroren, aber überglücklich zurück an Land.

Es war einfach gigantisch!

 

Tag 4

Geburt im Morgengrauen und Entspannung

 

 Am frühen Morgen wurden wir durch einen besonderen Moment überrascht:

Als wir zufällig aus dem Fenster schauten, bemerkten wir, dass sich Eldvaka seltsam verhielt. Schnell war klar, dass sie ihr Fohlen bekommen würde – und das bei Regenwetter.

Wir weckten das ganze Haus, und gemeinsam durften wir die Geburt des kleinen Stutfohlens miterleben.

Ein unvergessliches Erlebnis.

Das Fohlen erhielt den Namen Náttsol, was „Sonnenfinsternis“ bedeutet.

 

Nach diesem emotionalen Start fuhren wir gut gelaunt nach Húsavík ins Schwimmbad, wo wir in verschiedenen warmen Hotpots entspannten.

Am Nachmittag folgte ein langer, herrlicher Ausritt durch die Lavalandschaft, und in der warmen Abendsonne schauten wir noch einmal bei der Fohlenkoppel vorbei – ein perfekter Tag zwischen Natur und Ruhe.

Tag 5

Islands brodelndes Herz

 

 Heute tauchten wir ein in das mystische Mývatn-Gebiet.

Unsere erste Station war Kálfaströnd, wo wir die faszinierenden Felsformationen bestaunten, die aus einem einstigen Lavasee entstanden sind.

Die zurückgebliebenen Türme wirkten wie Skulpturen aus einer anderen Welt.

 

 

Es folgte der Aufstieg zum Viti-Krater, während östlich des Sees der gewaltige Hverfjall über der Landschaft thronte – ein 160 Meter hoher Tuffring, der vor rund 2500 Jahren in nur einem Ausbruch entstand.

 

 

Danach ging es zu den Schwefelquellen von Námaskarð.

Überall brodelte, dampfte und zischte es, Schlammtümpel kochten, die Landschaft leuchtete in Gelb-, Rot- und Weißtönen.

Der intensive Geruch nach faulen Eiern gehörte einfach dazu – Island in seiner rohesten Form. 

 

Am Abend entspannten wir im Jarðarböðin, einem wunderschönen Naturbad mit warmem, schwefelhaltigem Wasser.

Dieses kleine Badeparadies wird aus heißen Quellen gespeist, wie es sie überall am Mývatn gibt.

Umgeben von vulkanischer Landschaft ließen wir den Tag tiefenentspannt ausklingen.

 

Tag 6

Canyons, Elfen und tosende Wassermassen

 

Ein Tagesausflug führte uns zuerst nach Ásbyrgi, dem wohl schönsten Canyon Islands.

Die hufeisenförmige Schlucht ist der Sage nach der Hufabdruck von Sleipnir, Odins achtbeinigem Pferd.

 

 

Gleichzeitig gilt Ásbyrgi als Hauptstadt der Elfen, was uns durch Hinweistafeln und die besondere Atmosphäre nur allzu glaubhaft erschien.

Der Reisende wird vor Ort über eine Tafel darüber informiert, dass sich dort ein großes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der Elfen befindet.

 

Botanische Besonderheiten, Basalthöhlen und mächtige Felsen begleiteten unsere Wanderungen – Trolle sahen wir leider keine.

Danach besuchten wir den gewaltigen Dettifoss, den energiereichsten Wasserfall Europas. Über eine Breite von rund 100 Metern stürzten die Wassermassen 45 Meter in die Tiefe.

Schon allein die Gischt machte uns klatschnass.

Ein überwältigendes Naturerlebnis, das die Kraft Islands eindrucksvoll zeigte.

 

Tag 7

Schafe, Pferde und Mitternachtssonne

 

Heute wanderten wir zum Nachbarhof und lernten das Islandschaf genauer kennen, bevor wir die jungen Hengste auf ihrer Koppel besuchten. 

 

 

Am späten Abend folgte ein ganz besonderer Moment: ein Mitternachts-Sommerritt entlang des Flusses Flaxa.

Es war der längste Tag des Jahres.

Wir ritten zu einer Stelle, von der aus wir beobachten konnten, wie die Sonne kurz hinter einem Berg verschwand – nur um wenige Minuten später wieder aufzutauchen.

Dieses magische Licht, die Stille und die Pferde unter uns machten diesen Ritt unvergesslich.

 

Tag 8

Abschied von Island

 

Viel zu schnell kam der letzte Tag.

Koffer packen, Abschied nehmen und zurück nach Hause.

Island hatte uns mit seiner wilden Natur, seinen Tieren, Mythen und seinem besonderen Licht tief beeindruckt.

Eines war uns allen klar:

Das war sicher nicht unser letzter Besuch in diesem Traumland!

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